Hanno Müller-Brachmann (* 1970 in Deutschland) ist ein deutscher Bassbariton für Opern und Konzerte.
Erste musikalische Schritte unternahm er in der Knabenkantorei Basel, wo früh seine besondere musikalische Begabung auffiel. Sein Studium für Gesangspädagogik nahm er in Freiburg im Breisgau bei Ingeborg Most auf. Anschließend besuchte er die Liedklasse von
Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin, gefördert durch Stipendien der Studienstiftung des deutschen Volkes und des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Sein Konzertdiplom legte er als
Elias im gleichnamigen Oratorium von
Felix Mendelssohn Bartholdy ab, nachdem er bei Rudolf Piernay in Mannheim studierte. 1995 erlangte Müller-Brachmann den 2. Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb Neue Stimmen der Bertelsmann Stiftung.
Entdeckt von
Daniel Barenboim kam er schon als junger Sänger an die Staatsoper Berlin, wo er sich ein breites Repertoire erarbeiten konnte und Rollen verkörperte wie
Masetto und
Leporello in Don Giovanni,
Figaro in Le nozze di Figaro,
Guglielmo in Così fan tutte,
Kaspar in Der Freischütz,
Escamillo in Carmen und viele weitere. Hanno Müller-Brachmann gastierte unter anderem in Salzburg, San Francisco, München, Wien und Modena. Er ist Mitglied des Ensembles der Staatsoper Berlin unter den Linden.
Seit 2006 lehrt Hanno Müller-Brachmann an der Hochschule für Musik Hanns Eisler das Hauptfach Gesang und ist seit 2008 neuer Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Musik in Berlin und der Mark Brandenburg e.V. Zudem ist er Jurymitglied vieler bedeutender Wettbewerbe, so z.B. vom Bundeswettbewerb für Gesang.